Was hat der Holocaust mit mir zu tun?

Ein Projekttag der 4a zum Thema Nationalsozialismus

Geplant war es, vor Ort mit den 4. Klassen die Gedenkstätte Mauthausen zu besichtigen, um so realitätsnahe wie möglich Einblick in das dunkelste Kapitel unserer Geschichte zu erlangen. Doch auch hier hat uns die Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht und so mussten wir uns etwas anderes überlegen: Ein Projekttag musste her!

Aus diesem Grund befassten sich die Schüler*innen der 4a einen ganzen Schultag mit dem Thema des Nationalsozialismus.

In eigenständiger Arbeit und mit viel Forschersinn besuchten sie nun doch die Gedenkstätte – jedoch auf virtuellem Wege. Sie erkundeten das Areal und konnten dank der ausgereiften Website einen Online-Rundgang absolvieren. Auch Zeitzeugeninterviews wurden gesichtet – die Schüler*innen schauten sich Videos an und informierten sich über das Leben von Überlebenden wie etwa Paul Grünberg, der das Konzentrationslager Auschwitz überlebte, oder Lucia Heilmann, die von einem Bekannten versteckt wurde und auf diese Weise gerettet werden konnte.

Ein weiterer Punkt dieses arbeitsreichen Vormittages war es, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was der Holocaust mit den Schüler*innen selbst zu tun hat.

– Bin ich schuld, wenn mein Volk derartige Verbrechen begangen hat?

– Wie soll ich mich heute verhalten?

– Ist Humor der richtige Weg, um diese Zeit zu bewältigen?

Anstoß zu diesen Fragen gab die gemeinsam gesehene Dokumentation „DOK1: Schluss mit Schuld“.

Ein paar anonymisierte Gedanken der Schüler*innen der 4a, die sie anlässlich dieses Tages beschäftigten:

„Ich bin schockiert!!! Ich dachte nicht, dass es so schlimm war. Wenn ich „zeitreisen“ könnte, würde ich versuchen, es zu verhindern.“

„Ich möchte mitteilen, dass ich den größten Respekt vor den Zeitzeug*innen habe, weil was diese Menschen erlebt haben und uns das nochmal alles erzählen können, das finde ich sehr nennenswert.“

„Alle Menschen sind gleich viel wert, man soll niemanden ausgrenzen!“

„Ich hoffe, die Menschen haben von den Berichten der Zeitzeug*innen gelernt und es wird nie wieder vorkommen!“

„Ich denke, dass es stimmt: Wir brauchen uns nicht schuldig fühlen, aber wir sind verantwortlich, diese Zeit nicht zu vergessen.“

(BA)