Absolute Dunkelheit

Schon im Vorjahr befassten sich die jetzigen vierten Klassen intensiv mit der körperlichen Beeinträchtigung “Blindheit”. Nun war es endlich soweit und die Jugendlichen durften im “Dialog im Dunkeln” am eigenen Leib erfahren, wie es ist, wirklich nichts zu sehen.

Gedicht von Ece K. (4B)

Kein Sehender kann die Dunkelheit verstehen, in der du stehst.

Kein Sehender kann die Leidenswege erahnen, die du gehst.

Auch wenn an manchen Tagen die Traurigkeit dich quält,

wenn Depressionen dich ereilen und Lebensmut dir fehlt,

dann solltest du erkennen, dass nur die Helligkeit der Seele zählt.

Gedicht von Anna L. (4A)

Blind sein ist etwas, mit dem man lebt,

doch das heißt nicht, dass man nichts sieht,

denn wer lange danach strebt,

der sieht sogar das Farbenspiel im Lied.

Blind sein ist gleich Unfähigkeit,

doch das stimmt auf keinen Fall,

wer dann meint: „Es tut mir leid!“,

dem muss man sagen: „Du hast einen Knall!“

Wer blind ist, der hat mehr Fantasie

und kann die Welt mit eigenen Augen sehen.

Einige haben diese Fantasie nie,

und deshalb werden sie ihren Weg auch nicht gehen.

Erleichtert, dass sie nach einer Stunde Führung wieder Licht sahen, genossen sie sichtlich die Zeit auf einem Wiener Christkindlmarkt.

(A.Stummer)