Geschichte

Historisches Schulhaus in Schwadorf

Die Geschichte unserer Schule reicht bis ins frühe 17. Jahrhundert zurück – von einem einklassigen Schulhaus am Kirchenplatz bis zur modernen Europaschule für vier Gemeinden. Ein Blick auf die wichtigsten Stationen.

Die erste Schule

1610

Das erste Schwadorfer Schulhaus ist ein viereckiger, massiver Bau auf dem Schwadorfer Hauptplatz (Kirchenplatz), in dem heute der niederösterreichische Landeskindergarten und das Gemeindeamt untergebracht sind. Zum ersten Mal wird dieses Schulhaus in einigen Kirchenrechnungen des Jahres 1610 erwähnt. Die Schule war einklassig.


1807

In diesem Jahr müssen größere Innen- und Außenrenovierungen vorgenommen worden sein, weil die Schule „einstweilen im Haus Nr. 24 des Bauern Michael Leitner (heute Martin Ankovitsch) untergebracht war.“


1852

Die letzte große Bauveränderung: An der Stelle des früher zur Schule gehörigen Kuhstalles wurde die 2. Klasse (heute Kindergarten) angebaut.

Die zweite Schule

1887

Neubau eines Schulhauses auf dem Grundstück Nr. 85 des letzten Besitzers Josef Suchentrunk. Bürgermeister war Franz Huber, Baumeister war A. Siegele. Kosten: 30.000 fl, wozu vom Landesausschuss 2.000 fl beigegeben wurden. Die Gemeinde musste ein Darlehen aufnehmen und für die Kapitals- und Zinstilgung eine Umlage einheben. Der letzte Schuldenrest (4.000 ö. Kr.) wurde in der Inflationszeit nach dem Ersten Weltkrieg getilgt.


1949

September 1949: Die Hauptschule wird selbständig und mit der Volksschule unter einer Leitung vereinigt. (Wechselunterricht)

KM-Hauptschule, 15. November 1949: Über Auftrag des SSR für Wien werden in Schwadorf 3 aufsteigende KM-Hauptschulklassen (I., II., III.) als Expositur der Schwechater Hauptschule errichtet. (Wegen des Raummangels Wechselunterricht mit der Volksschule!)


1953

Renovierung des Schulhauses Nr. 85 durch die Stadtgemeinde Wien. (Weiterhin Wechselunterricht von 7:30 bis 17:30 Uhr, 8 Hauptschul- und 4 Volksschulklassen in 6 Lehrzimmern!)


1958

Jänner 1958: Eröffnung des „neuen“ Schulhauses Schwadorf Nr. 130. Dieses Haus wurde als niederösterreichisches Landes-Kinderheim erbaut und nach verschiedenen Zwischenzwecken (Altersheim, Sowjetische Ortskommandatur) ab Sommer 1957 für Schulzwecke adaptiert (vor allem größere Innenumbauten). Bürgermeister war Karl Benkhofer, Baumeister war Johann Fertinger. Auflassung des Wechselunterrichtes in Schwadorf.

Die dritte Schule

1975

Aus dem alten Schulgebäude zogen Kinder und Lehrer Mitte der 1970er-Jahre in eine neuerbaute, moderne, zentrale Hauptschule für vier Gemeinden (Schwadorf, Kleinneusiedl, Rauchenwarth und Enzersdorf). Eröffnet wurde die Europaschule am 15. Februar 1975 von Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger. Besonders „neu“ waren das öffentliche Hallenbad und ein Turnsaal im Schulgebäude.

Die Europaschule Schwadorf, eröffnet 1975